mit Name, Mobiltelefonnummer und e-ID
Der QR-Code wird von der Kamera eines Mobiltelefons erkannt, das daraufhin einen neuen Eintrag im Adressbuch anlegt. Man muß aber erst darauf kommen: Richtet man die Kamera auf den QR-Code, wird erst nach einer gewissen Verzögerung eine Zeile mit dem Inhalt des QR-Codes auf dem Bildschirm eingeblendet. Und erst wenn man auf diese Zeile tippt, wird der Adressbuch-Eintrag angeboten. Den sollte man dann wirklich in das Adressbuch aufnehmen lassen, damit man dort die Telefonnummer durch einfaches Antippen wählen kann.
Sinn der Sache: Geht ein Modell – z.B. am Glocknerhof – verloren, muß der Finder nicht erst Polizei und LBA bemühen, um über die e-ID den Halter des Modells zu ermitteln. Er hat dessen Daten gleich in seinem Mobiltelefon und kann ihn umgehend anrufen. Man macht es dem Finder also leicht und vermeidet Ablese- und Tippfehler. Hoffen wir, daß er ein Smartphone hat und dessen Kamera sinnvoll benutzt.
Diese QR-Codes sind – wegen mehr Inhalt – größer als jene nur mit der e-ID und die Größe variiert auch noch, je nach Länge des Namens und der Telefonnummer. Die e-ID selbst ist immer gleich lang: dreistelliges Länderkennzeichen (wie DEU) und dann 13 Kleinbuchstaben und Ziffern. Im einen Fall passen fünf QR-Codes nebeneinander auf einen DIN-A4-Bogen (mit mindestens 5 mm Druckrand), im anderen Fall nur vier:

(Man kann mit der Kamera des Mobiltelefons die Codes vom Bildschirm einlesen.)
Der Trick besteht darin, im QR-Code eine elektronische Visitenkarte (VCard) zu verschlüsseln, denn die können unsere Mobiltelefone automatisch erkennen und damit einen neuen Eintrag in ihrem Adressbuch anlegen. Man erzeugt zunächst einen einfachen Text ohne Formatierung (Musterdatei):
BEGIN:VCARD
VERSION:2.1
FN:Rudi Ratlos
TEL;CELL:+491751234567
ORG:DEUabc1def2ghi3j
END:VCARD
- Die verwendete vCard-Version (2.1) und die verwendeten Datenfelder (FN, TEL;CELL, ORG) werden von fast allen (auch älteren) Smartphones erkannt (siehe hier).
- Das Feld FN (Full Name) muß vorhanden sein (logisch bei einer Visitenkarte), gleich was man hineinschreibt.
- TEL muß die Mobiltelefonnummer (CELL) sein und mit der Ländervorwahl (+49 für Deutschland) beginnen, damit sie überall (auch am Glocknerhof) funktioniert. Sonst darf sie nur Ziffern enthalten, also keine Leer- und Sonderzeichen!
- Für die e-ID wurde das ORG-Feld zweckentfremdet, eben weil es fast allen Telefonen bekannt ist und man kein neues, eigenes Feld einführen kann.
Diese 6 Zeilen Text wandeln wir mit dem freien (kostenlosen und werbefreien) Programm Inkscape in einen QR-Code um:
Menü „Erweiterungen – Rendern – Strichcode / QR-Code – QR-Code…“
Die 6 Zeilen Text werden dort in das Feld „Text:“ hineinkopiert.
Die folgenden Einstellungen sind wichtig:
- Größe Auto (das Programm kann das selbst am besten),
- Fehlerkorrektur H (damit auch ein verschmutzter oder beschädigter Code noch entschlüsselt werden kann),
- QR-Modus Bytes (nötig für die Kleinbuchstaben),
- Zeichenkodierung UTF-8 (meist auf unseren PCs verwendet).
Inkscape erzeugt sogenannte skalierbare Vektorgrafik (svg), aber wir wollen ja die „automatische“ Größe und verändern (skalieren) sie deshalb nicht. Der erzeugte QR-Code wird auf einer DIN A4-Seite oben platziert und so oft dupliziert, bis man genug Exemplare neben- und untereinander hat (wie im Bild oben). Dann kann gleich in Inkscape gedruckt werden.
Andere Vereine (z.B. hier) benutzen frei im Web verfügbare Programme (z.B. dieses). Man kann auch dort das vCard-Format Version 2.1 verwenden (statt einfach Text wie der andere Verein) und die oben genannten Felder ausfüllen, hat aber keinen Einfluß auf die Fehlerkorrektur:

Den erzeugten QR-Code kann man (auch im svg-Format) herunterladen und in vertraute Programme wie Word einfügen sowie dort vervielfältigen und drucken.
„Man“ heißt hier natürlich so viel wie: Ihr könnt es auch so machen, sowohl mit einem Programm im Web als auch mit Inkscape.
Das Drucken kann dann noch schwierig werden. Wir verwenden einen Farb-Laserdrucker, haben bisher aber noch keine farbigen Codes gedruckt. Bisher waren es nur schwarze, weil Schwarz am besten deckt. Wichtig ist, daß der Laserdrucker – im Gegensatz zum Tintenstrahler – die Farbpigmente (Toner) „einbrennt“ und sie damit wischfest macht.
Als Medium verwenden wir selbstklebende transparente Farblaser-Folie. Transparent deshalb, weil der schwarze (oder andersfarbig dunkle) QR-Code auf einem hellfarbigen Untergrund am Modell am wenigsten störend auffällt. Dunkler Untergrund eignet sich nicht, weil helle Druckfarben (z.B. Gelb) nicht gut genug decken (und weiße Druckfarbe gibt es nicht).
Selbstklebefolie lässt sich einfach vom Trägerpapier ablösen und auf das Modell kleben (wenn die Fläche dort nur einfach gekrümmt ist). Sie muß aber auch die Hitze des Laserdruckers aushalten und deshalb muß es die spezielle Folie sein. Wir kaufen einzelne DIN A4-Bögen im Fachhandel, wo sie mittlerweile 2,50 Euro pro Stück kosten (früher 1 Euro).
Bleibt vielleicht noch ein Problem: Wohin mit dem QR-Code am Modell? Der übliche Impuls, den Code zu verstecken, damit das Scale-Aussehen nicht gestört wird, ist hier kontraproduktiv. Dieser QR-Code soll im Notfall jemandem auffallen, der gar nicht danach sucht. Also ist eine auffällige Stelle zu wählen und vielleicht der Code selbst noch auffälliger zu machen (z.B. durch „Scan me“ oder ein Logo in der Mitte, was ihn auch noch größer macht).