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Herausforderungen im Material und den 3D-Druckprofilen
Ich hatte zum ersten Mal Kontakt zu „Lightweight PLA“ auf der Modellbaumesse in Dortmund im Oktober 2024 – dort am DMFV-Stand, wo Mitglieder des Max Born Berufskollegs ihre Modelle präsentierten und auch für Gespräche zum Thema bereitstanden.
Auf der Messe in Friedrichshafen war wieder am DMFV-Stand ein großer Bereich dem 3D-Druck von Flugmodellen gewidmet und schon waren auch Wolfgang und Hermann hoch interessiert…
Das Material ist ein PLA (Polylactic Acid / Polymilchsäure), dass durch Temperatur aufschäumt und dabei das Gewicht von „Standard-PLA“ halbiert. Das Zeug ist dann in der Gewichtsklasse von Balsa!
Nun wissen wir ja alle, dass Balsa alleine höchstens für Mini-Freifliger oder so taugt…größere Modelle brauchen Rippen, die dann mit Balsa beplankt werden können.
Nun: LW-PLA macht genau das im Prinzip in einem Arbeitsschritt. Dabei werden statt Rippen im Inneren schlangenartige Strukturen (Gyroid) verwendet, um die Körper zu stabilisieren. Im angehängten Video ist die innere Struktur und die Hülle zu erkennen…die „Balsa-Beplangung“ ist hier allerdings nur 0,45 mm stark!!! Daraus entstehen extrem leichte, aber auch stabile Bauteile.
Um das Material aber „richtig“ drucken zu können, braucht es spezifische Druckprofile, die im „Slicer“ (einem Programm zur Aufbereitung der Konstruktionsdaten für den Drucker) mit den entsprechenden Parametern versehen werden müssen.
DAS ist genau die HERAUSFORDERUNG: wie finde ich die richtigen Einstellungen?
Nun – zuerst einmal sollte der Lieferant der Flieger-Dateien hier Unterstützung bieten. Das ist bei PlanePrint der Fall: es werden Profile für gängige „Slicer-Programme“ für LW-PLA mitgeliefert!
Natürlich gibt es bei der Fülle von Variablen – insbesondere der Drucktemperatur an der Düse – noch Stellschrauben, die „erfahren“ werden wollen…aber das ist mit einer guten Basis schon kein sooo großes Abenteuer mehr. Dennoch habe ich sicher ca. 200gr vom teuren Material (750gr ca. 32€) mit Tests und auch Fehlschlägen verbraten. Auch hier liefert PP Testdateien mit, die helfen, das Druckprofil zu optimieren…wenn’s mal läuft, begeistern die Ergebnisse!
UUUPS, das Video ist zu groß für hier…ich gebe Euch den Link für meine Cloud: https://magentacloud.de/s/9ygoQ4FCtiL2HPa
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Diese Antwort wurde vor 2 Monaten, 2 Wochen von
Detlef Schröder geändert.
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Detlef Schröder geändert.